Möwen

Manchmal steh ich am Wasser und schau den ganzen Möwen* hinterher. Die tauchen ja meistens im Schwarm auf oder wie das heißt. Ganz viele sind das und die fliegen wie wild um- und aneinander vorbei. Ich picke mir einzelne raus und verfolge sie mit meinen Blicken. Wie schnell die sind, kann sich kein Mensch vorstellen. Und wie ich da steh, denk ich, das sind alles meine Gedanken, die immer wie wild um-, an-, in- und was weiß ich was einander vorbeifliegen.

Irgendwann fliegen die Möwen alle weg. Und dann denke ich, wie schön das wäre, wenn das bei mir auch so wäre.

* Ich bin gerne da, wo die Möwen sind. Da bin ich zu Hause.

Am Deich

Wenn man am Deich wohnt, dort arbeitet oder langgeht oder so, dann hat man das Gefühl, trotz des flachen Landes und obwohl es hier keine Berge gibt, dass man in den Wolken lebt. Ganz weit oben im Himmel – so nahe kommen die einem.

Der Horizont so weit, das Land so klar. Und die Deiche thronen am Wasser und zeugen von Kraft und Gewissheit, dass das so ist und immer so war. Mein Land, das ich liebe.